Beauveria bassiana Überblick

Beauveria bassiana ein Pilz mit vielen Fassetten

Beauveria bassiana kommt im gesamten Mittelmeerraum natürlicherweise vor. Wenn wir also Reste in die Erde geben tragen wir keinen fremden Organismus in die Umwelt. Das ist ein wichtiger Aspekt da die Bekämpfung von Schadinsekten mit chemischen Mitteln meist mit größeren Umweltschäden verbunden ist.
Wie wirkt Beauveria bassiana ?
Der Pilz ist ein Parasit d.h. er ernährt sich von bestimmten Insekten. Dabei infiziert er diese Insekten (Target Insects) beim Kontakt. Der größte Teil der Insekten (Non Target Insects) wird auch bei Kontakt nicht befallen. Deshalb ist diese Methode umwelt- und bienenfreundlich. Durch eine genaue Selektion des Stammes lässt sich ein Pilz züchten der sehr schmalbandig bestimmte Insekten bekämpft und alle anderen verschont.
Das befallene Insekt wird vollständig vom Pilz verwertet und neue Pilzsporen werden gebildet. Sie treten aus dem Körper aus und infizieren weitere Insekten (Sekundärinfektion). Dieser Effekt ist umso größer je enger die Insekten z.B. in Nestern zusammen leben. Besonders stark ist der Effekt bei Bettwanzen zu beobachten, die in großer Zahl in Nestern zusammen leben. Hier genügt ein infiziertes Insekt um das gesamte Nest zu infizieren.
Wie wird Beauveria bassiana angeboten ?
In Fernost werden die Pilzsporen oft getrocknet als Pulver angeboten. In Europa werden Pilzsporen auf Reiskörnern und Pilzsporen in einer Formulierungen aus Öl angeboten. Letztere schützen die Sporen zusätzlich gegen Umwelteinflüsse wie UV Strahlen.
Wie lange hält Beauveria bassiana ?
Wie alle Bioprodukte unterliegen auch Pilzsporen einem Alterungsprozess. Sie sollten also immer möglichst frisch verwendet werden. Ideale Lagertemperaturen sind 4°- 10°. Der Pilz kann sich nur regenerieren wenn er in Kontakt mit einem Target- Insect kommt. Ist dies längere Zeit nicht der Fall stirbt er.
Ist Beauveria bassiana giftig?
Die Pilzsporen sind für Menschen und Säugetiere nicht giftig. Allerdings können Pilzsporen generell Allergien, auch sehr heftige, auslösen. Allergiker sollten besonders sorgfältig auf Schutz achten oder besser den Kontakt ganz meiden.