Beauveria bassiana gegen Reiszikade

Reiszikade

Die „Braunrückige Reiszikade“ (brown plant hopper), ein millimetergroßes Krabbeltier, ist seit drei Jahren Hauptmanns Forschungsobjekt. Das Insekt richtet jährlich gewaltige Schäden am Reis an, dem weltweit wichtigsten Nahrungsmittel. Mehr als 500 Eier kann ein Hopper-Weibchen, das etwa 57 Tage alt wird, in die jungen Reispflanzen legen. Die Zikade überträgt Krankheiten und entzieht der Pflanze den zuckrigen Saft – das Reisfeld „verbrennt“ (Hauptmann)….

„Wir brauchen deshalb keine Schädlingsbekämpfung“, sagt Biologe Hauptmann, „sondern eine Schädlingskontrolle.“

Nach diesem Prinzip gingen Anfang dieses Monats Pflanzenschützer im italienischen Südtirol gegen gefräßige Maikäfer vor. Aus Hubschraubern wurden krankheitserregende Pilzsporen, die sich in der Körperflüssigkeit der Käfer einnisten, über die Obstplantagen gesprüht. Die nächste Generation der Larven wird dadurch reduziert. Diese biologische Methode soll, anders als die Verwendung von Pestiziden, andere Pflanzen und Tiere nicht schädigen.

Auch Hauptmann setzt auf Pilze als biologische Helfer, die nur den Reisschädling befallen und zerstören. Die Grundlagen seiner „Mykoinsektizid-Forschung“ lernte der Biologe 1986 an der Cornell University im amerikanischen Bundesstaat New York, die über die weltweit einzige zugängliche Sammlung von speziellen Pilzkulturen verfügt.

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